Klöster in Baden-Württemberg
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Paulinerkloster St. Peter auf dem Kaiserstuhl/Vogtsburg - Geschichte

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Die im Bereich Neulindenbuck-Totenkopf seit mindestens 1333 bestehende Peter-Pauls-Kapelle überließ 1373 der Vogtsburger Pfarrer auf Betreiben des Patronatsherrn von Üsenberg einer dort schon ansässigen Eremitengemeinschaft, die sich dem Paulinerorden angeschlossen hatte. Die Markgrafen von Hachberg, als Vögte Nachfolger der Üsenberger, übergaben 1387 dem kleinen Kloster den Kirchensatz von Vogtsburg mit allen Rechten und Besitz, den es später noch etwas mehren konnte. Ab 1387 schweigen die Quellen weitgehend. 1464 wurde das Kloster als ruinös bezeichnet. Nach 1475 sind keine Mönche mehr namentlich bekannt. 1567 werden zwar noch Güter der "Mönche auf dem Kaiserstuhl" in einem Urbar aufgeführt, aber es ist unklar, ob das Kloster die Reformationszeit überdauert hat.

Möglicherweise standen eine Kapelle und ein Bruderhäusle auf der Eichelspitze, Gemeinde Eichstetten, von dem sich Mauerreste erhalten haben, mit dem Paulinerkloster auf dem Neulindenbuck in einer Beziehung.

ELMAR L. KUHN     
LITERATUR
- <KB Freiburg> II/2; 828.
- <KDB VI/1> 107.
- B. JENSCH / Th. STEFFENS: Das vergessene St. Peterskloster auf dem Kaiserstuhl. In: Schau-ins-Land 122 (2003) 51-71.
- E. L. KUHN: Der Paulinerorden in Deutschland. Tettnang 2005.
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