Klöster in Baden-Württemberg
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Dominikanerinnenkloster Heidelberg - Geschichte
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Das Kloster der Dominikanerinnen ("Weißnonnen") befand sich zwischen Plöck (Nr. 38-44) und Friedrich-Ebert-Anlage (Nr. 43-49). Es wurde 1720 mit kurfürstlicher Erlaubnis auf Betreiben der schwedischen Adeligen Susanna von Mansbach (Mutter Maria Rosa) gegründet und 1724 fertiggestellt. Die Heidelberger Dominikanerinnen gehörten dem Dritten Orden an, seit 1767 lebten sie in Klausur.
Nach der Auflösung des Klosters im Zuge der Säkularisation (1802) wurde es in ein lutherisches Spital umgewandelt. 1901 brach man die Klosteranlage ab und erweiterte so die angrenzende Mädchenschule, das heutige Hölderlin-Gymnasium. Die Kirche wurde zunächst von der Englischen Gemeinde genutzt. Seit 1914 diente sie als Aula, 1936 wurde sie der altkatholischen Gemeinde zugesprochen. Die heutige "Erlöserkirche" ist damit neben der Jesuitenkirche die einzige Klosterkirche, die in der Heidelberger Altstadt erhalten geblieben ist. Die farbenprächtigen Fenster wurden 1962 von Harry MacLean neu gestaltet.
ANDREAS BÜTTNER     
LITERATUR
-S. WÜRDTWEIN: Monasticon Wormatiense, Bd. 2. Ladenburg 1795, 294r-296v.
- <KDB VIII/2>, 114, 118, 228.
- M. NIESTROJ: Die weißen Nonnen - Dominikanerinnen in Heidelberg. In: Stadt Heidelberg (Hg.): Die Vergangenheit ist die Schwester der Zukunft. 800 Jahre Frauenstadtgeschichte in Heidelberg. Ubstadt-Weiher 1996, 123-129.
- W. SEIDENSPINNER / M. BENNER: Heidelberg (Archäologischer Stadtkataster Baden-Württemberg 32). Stuttgart 2006, 236.
- H. GERCKE: Kirchen in Heidelberg (Große Kunstführer 258). Regensburg 2011, 63f.
QUELLEN
-Generallandesarchiv Karlsruhe 204: Heidelberg, Stadt
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